[Rezension] The Last Desire: Verlassen – Nina Hirschlehner

 

Klappentext:

Ein verhängnisvolles Experiment reißt Cat unsanft aus ihrem gewohnten Leben. Plötzlich findet sie sich gemeinsam mit ihrem besten Freund Andy auf einem Vampirinternat wieder. Dort lernt sie schnell, wie gefährlich es sein kann, stärker zu sein als andere und hält ihre neu erlangte Gabe deshalb geheim. Mo, ein grausamer Vampir, will Ihre Kräfte unter allen Umständen an sich reißen. Wird Andy sie beschützen können?

Meine Meinung:

Obwohl ich lange Zeit so ganz und gar nicht begeistert von Vampiren war und jede Geschichte, in der sie auch nur kurz vorgekommen sind, gemieden habe, habe ich in letzter Zeit meine Liebe für die düsteren Blutsauger entdeckt. Deswegen habe ich mich auch sehr gefreut, dass die liebe Nina Hirschlehner mir ein Rezensionsexemplar des ersten Teils ihrer The Last Desire-Reihe angeboten hat. Vielen Dank!

(c) Eisermann Verlag

Dieses Cover ist einfach so toll! Mit den düsteren Farben, die es geheimnisvoll wirken lassen und dem Schloss im Hintergrund, besticht es sofort. Es übermittelt die dunkle Stimmung der Geschichte und lässt bereits leicht deren Inhalt erahnen. Sehr schön finde ich auch die gewählte Schriftart, die gut mit dem Rest des Covers harmoniert und das abgebildete Mädchen, das mit ihrem roten Kleid, bereits auf den ersten Blick ins Auge sticht.

Er konnte und wollte es nicht mehr hören. Diese ganzen Vampirgeschichten und Prophezeiungen, die sein Leben so viel schwerer machten, als es eigentlich sein müsste. Er wünschte, das alles wäre nie passiert. Er wünschte, er wäre nie zu einem Vampir geworden. Zwar wäre sein Leben dadurch auch nicht einfacher, aber immerhin wäre er dann kein Vampir.

Eigentlich geht die junge Cat davon aus, dass sie ein ganz normales Leben führt, mit alltäglichen Problemen, wie sie jeder Teenager hat. Wäre da nicht ihr bester Freund Andy, der ihr immer mehr Rätsel aufgibt. Seit er nämlich an ein dubioses Internat gewechselt ist, an dem sie ihn noch nie besuchen konnte, verhält er sich komisch und sie sieht ihn nur noch selten. Doch schneller als erwartet, ändert sich ihr ganzes Leben und sie findet sich mitten in einem Schloss voller Vampire wieder, mit all den Rätseln und Gefahren die damit einhergehen.
Von Cats Charakter, war ich schon ab der ersten Seite hin und weg. Ihre aufgeschlossene und lebensfreudige Art übertrug sich sofort auf mich und machte mich schnell neugierig, auf ihr zukünftiges Abenteuer. Sie ist aufopferungsvoll, versucht es immer allen irgendwie Recht zu machen und würde für ihre Freunde alles tun, auch wenn diese ihr oft Rätsel aufgeben. Zwar agiert sie hin und wieder ziemlich naiv, doch dies passt zu ihrem jungen Alter und macht sie authentisch. Sehr gut gefiel mir auch ihre wissbegierige Art, denn sie akzeptiert nicht alles sofort, sondern fragt nach und hat einen beinahe unstillbaren Wissensdurst.
Cats bester Freund Andy ist ein geheimnisvoller Typ, der zwar nicht ganz so viele Sympathiepunkte wie sie bei mir sammeln konnte, aber dennoch irgendwie überzeugte. Er glaubt immer an das Beste im Menschen und vertraut jedem sehr leicht. Doch genau das ist es auch, was ihn immer wieder in Schwierigkeiten und Gefahr bringt. Auch er sorgt sich sehr um seine Freunde und strengt sich an, ein guter Freund zu sein, auch wenn das aufgrund seines Lebens als Vampir nicht ganz so einfach ist. Immer wieder lässt er durchblicken, wie sehr er dieses Leben verabscheut und er würde alles dafür geben, einfach ein normaler Mensch zu sein.
Auch die anderen Charaktere waren allesamt sehr gut ausgearbeitet und blieben sich zu jeder Zeit treu. Jeder von ihnen schaffte es, ganz eigene Emotionen in mir hervorzurufen, wodurch es nie langweilig wurde.

Wie immer konnte Nina mich auch hier wieder mit ihrem einfachen, jugendlichen, aber auch ausführlichen Schreibstil sofort mitreißen und für sich gewinnen. Sie schaffte es ein aufregendes Werk zu kreieren, dass jede Menge Action liefert und immer wieder Spielraum für Spekulationen lässt. Mit bildhaften Beschreibungen lässt sie ihre Leser in eine Welt eintauchen, die blutrünstig und kalt ist und mich so vollkommen überzeugen konnte. Auch hier zeige Nina einmal wieder, wie sehr ihr die Ausarbeitung ihrer Charaktere am Herzen liegt, denn jeder einzelne ist zu 100% authentisch und auf seine Weise unentbehrlich für die Geschichte.

Mit großartig ausgearbeiteten und aufregenden Charakteren, konnte Nina Hirschlehner mich mal wieder voll und ganz von ihrer Geschichte überzeugen. Sie schafft es, tiefe Emotionen in ihren Lesern zu wecken und lässt es zu keiner Sekunde langweilig werden. Ein absolut gelungener Auftakt und ich bin schon sehr gespannt wie es mit Cat und Andy weitergeht!

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