[Rezension] Der Dämonenprinz und ich – Johanna B. Becking

 

Klappentext:

Ich bin Chloe Sanchez, Halbdämonin und Privatdetektivin. Eigentlich hatte ich diesen Freitag nur vor, Mr. Allingston beim Fremdgehen zu überführen, da läuft mir doch ausgerechnet der verdammte Dämonenprinz höchstpersönlich vor meine Karre! Blutüberströmt… von Vampiren und Ghulen verfolgt.

Mir bleibt keine andere Wahl, als den verwöhnten Prinzen mit in mein Büro zu nehmen. Hätte ich geahnt, was auf mich zukommt, als er mich daraufhin anheuert, hätte ich mir das zwei Mal überlegt und ihn vielleicht doch den Blutsaugern überlassen. Ausgerechnet ich soll Beweise gegen das Arschloch finden, das es auf ihn abgesehen hat.

Und ab da ist die Kacke am Dampfen: Ein Prinz, der mir näher kommt, als mir lieb ist, von einem Golem verfolgt und mit der alten Baba Yaga konfrontiert. Ich muss sagen, dass mir die Untreue von Mr. Allingston erstmal scheißegal ist…

Meine Meinung:

Nachdem Johanna B. Becking, mit “Aésha – Im Land des Waldes”, bereits ein wundervolles Buch geschaffen hat, war für mich sofort klar, dass ich auch “Der Dämonenprinz und ich” unbedingt lesen will. Da ich ein besonders großer Fan von Fantasy mit humorvollen Elementen bin, hat dieses Buch einfach ganz groß HIER gerufen.
Vielen Dank an Hawkify Books für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

(c) Hawkify Books

Was für ein mega geniales Cover! Man kann sich direkt vorstellen das Cole Sanchez es mitgestaltet hat, denn es passt einfach perfekt zu ihr und der Geschichte. Die dunkle Gasse, bringt den etwas düsteren Charakter der Story sehr gut zur Geltung und harmoniert mit der abgebildeten Frau und dem Wolf. Apropos Wolf. Was für ein Hingucker! Er verleiht dem Cover eine besondere Wirkung und macht es so zu einem echten Highlight.

Ich sah auf den Beifahrersitz. Meine neuste Begleitung war soeben ohnmächtig geworden. Perfekt. Da vollbrachte man einmal eine gute Tat und der potentielle Nutznießer bekam davon nicht einmal etwas mit. Kopfschüttelnd lenkte ich den Wagen auf die Hauptstraße und ließ die Vampire und ihre verwesten Freunde hinter mir.

Als ihr mitten in einem Auftrag der Dämonenprinz Manson vor die Füße läuft, kann Chloe Sanchez es nicht glauben. Doch als wäre das nicht schon genug, heuert er sie auch noch als Detektivin an und bald sieht sich Chloe in einer Verschwörung, die ihren vollen Einsatz fordert.
Mit besonderem Charme, Sarkasmus und einer ziemlich großen Klappe wird Chloe zu einer großartigen Protagonistin, die für jede Menge Action sorgt. Anders als erwartet, kennt sie ihre Stärken genau und lässt sich von keinem so leicht unterbuttern. Chloe ist selbstbewusst, direkt und schreckt vor keiner Gefahr zurück. Sie geht vollkommen in ihrer Arbeit auf und hat dabei ihren ganz eigenen Kopf, der sie jedoch hin und wieder auch in ziemliche Schwierigkeiten bring. Ihre lockere und direkte Art, macht die junge Halbdämonin sofort sympathisch und ihr trockener Humor ist einfach große Klasse. Durch ihn wirkt die Geschichte sehr erfrischend und bekommt einen ganz besonderen Charakter, wodurch einem die Story sofort im Kopf bleibt.
Doch auch Manson ist nicht auf den Mund gefallen. Der verzogene und etwas selbstgefällige Prinz, schafft es Chloe hin und wieder ziemlich aus der Haut fahren zu lassen, wodurch humorvolle Dialoge entstehen, die den Leser einfach nur zum Lachen bringen. Jedoch fehlte es mir bei ihm etwas an Stärke. Denn auch er, spuckt zwar wie Chloe große Sprüche, doch seine Handlungen wirken eher zurückhaltend und passen nicht wirklich zu dem Gesagten. Hier hätte ich mir gerne etwas mehr Dynamik gewünscht.

Johanna B. Becking schaffte mit dieser Geschichte eine wahnsinnig spannendes und humorvolles Abenteuer, das mich einfach nur vom Hocker hauen konnte. Der lockere und jugendliche Schreibstil passt sehr gut zu der Geschichte und macht die Dialoge sehr realistisch und dynamisch. Die interessanten und auch etwas eigenwilligen Charaktere, sind alle auf ihre eigene Art besonders und machen die Story so zu einem Erlebnis, bei dem es zu keiner Sekunde an Spannung fehlt. Egal ob aufregende Verfolgungsjagden oder Auseinandersetzungen mit der Polizei, es fühlt sich immer an als wäre man mitten drin. Dazu tragen auch die ausführlichen Beschreibungen und tollen Erklärungen bei, die dem Leser die Umgebung und Szenen genau vor Auge führen.
Einzig allein die Liebesgeschichte hätte meiner Meinung nach etwas mehr Aufmerksamkeit verdient, da diese für mich ziemlich oberflächlich war und mir hier das besondere Etwas fehlte. Hier hatte ich oft dass Gefühl, dass alles zu schnell geht und die wahren Gefühle dabei irgendwie untergehen.

Trotz der kürze der Geschichte, konnte Johanna mit Chloes und Mansons Geschichte vollkommen überzeugen und so eine ganz einzigartige Geschichte erschaffen. Sarkasmus, Schlagfertigkeit, glitzernde Feen und nackte Engel lassen keine Wünsche offen und sorgen für ein Lesefeeling der besonderen Art.

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