[Rezension] Smoke: Du bist sein Besitz – J. S. Wonda

 

Klappentext: 

SMOKE 

Du hast keine Ahnung, was dich erwartet, als du vor mich trittst und mich ansiehst, als wäre ich ein heißer One-Night-Stand.

Ich werde dich enttäuschen, Kleines. Ich habe nicht vor, dich zu vögeln. Du bist in meine Fänge geraten, weil ich es wollte. Du wirst mir gehören, weil nur ich darüber entscheide, ob du lebst oder stirbst.

Vielleicht werde ich anfangs nett sein. Vielleicht spreche ich dir Warnungen aus. Vielleicht will ich nicht, dass du zerbrichst.
Aber nichts wird dich vor dem Monster in mir beschützen können.
Nicht einmal ich selbst.

Warum bist du nicht gelaufen, als du es noch konntest?

CINDER

Auf einem Road Trip in die Prärie Montanas stoßen Cinder und ihre beste Freundin Ivy in einem altmodischen Saloon auf Smoke. Er wirkt unnahbar, düster, anziehend und überaus gefährlich. Allen Warnungen zum Trotz stiehlt Cinder sich einen Kuss von ihm. Die eifersüchtige Ivy lässt ihre Freundin daraufhin im Stich, sodass Cinder auf Smokes Hilfe angewiesen ist. Am nächsten Morgen wacht sie in seinem Haus auf. Die Hände gefesselt. Und sie begreift, dass ihr Albtraum erst begonnen hat …

Meine Meinung: 

(c) Federherz Verlag

Hin und wieder darf es einfach auch mal mega düster sein und welche Bücher würden sich da denn besser eignen, als die von J. S. Wonda? Da sie mich mit ihren letzten Geschichten immer abholen konnte, schaffte ich es auch an Smoke nicht vorbei. (Seien wir mal ehrlich: allein der Titel klingt schon mega prickelnd). Wie mir die Geschichte aber schlussendlich wirklich gefallen hat, könnt ihr in den nächsten Zeilen lesen.

Aber wie immer erst einmal wieder zum Cover. Ja, da herrscht einfach mal wieder große Liebe. Jane schafft es wirklich, immer wieder absolut passende und vor allem düstere Cover zu kreieren, denen ich jedes mal aufs Neue verfalle. Auch dieses passt wieder hervorragend zur Story und besonders das Feuer, das im Titel lodert hat es in sich. Ein echter Dark Romance Hingucker! 

»Niemand von uns ist gut.« Seine Augen blitzten gefährlich auf. »Ich bin es nicht und niemand sonst, der auf zwei Beinen herumläuft und glaubt, die Welt verändern zu müssen. Und schon gar nicht die, die es nicht glauben. Der Einzige, dem ich Rechenschaft schuldig bin, ist mein Spiegelbild. Und Gott, sollte es ihn geben.«

Ein Roadtrip unter zwei Freundinnen, was kann da schon passieren? Für die junge Cinder aber, wird diese vermeintlich lustige Reise der blanke Horror, als ihre Freundin plötzlich verschwindet und mit ihr auch der gemeinsame Wagen. Der Verzweiflung nahe, ist sie plötzlich auf einen Mann angewiesen, den alle nur “Smoke” nennen und dessen Ruf ihm weit vorauseilt. Als sie am nächsten morgen mit gefesselten Händen erwacht, hat ihr Albtraum erst begonnen, denn vor diesem Monster kann sie keiner beschützen…
Anfangs gefiel mir die junge Cinder, mit ihrer unbeschwerten Art sehr sehr gut. Mir viel es zu sehr leicht, mich in sie hineinzuversetzen und ihr vorlautes Mundwerk brachte mich immer wieder zum schmunzeln und ich kann absolut nachvollziehen, warum sie es so schaffte, Smoke zur Weißglut zu treiben. Obwohl mir die junge Frau eigentlich gut gefiel, waren es ihre immer wiederkehrende Naivität und ihre unlogischen Handlungen, die meinem Gefallen an ihr einen gewissen Dämpfer verpassten. Gewisse Aktionen waren für mich überhaupt nicht nachvollziehbar und oft wirkte sie für ihr Alter doch sehr kindlich. 
Smoke hingegen hatte sofort meine volle Aufmerksamkeit und verlor sie durch die gesamte Geschichte hinweg auch nicht mehr. Er wirkte zu jederzeit absolut authentisch und seine Aktionen machten mich immer wieder neugierig hinter die Fassade des Mannes zu blicken. Er ist absolut Facettenreich und unerbittlich, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, doch gerade das macht ihn zu einem ganz umwerfenden Charakter, der bestimmt noch sehr viele Überraschungen zu bieten hat. 

Ihr flüssiger und unbeschwerter Schreibstil schafft es einfach immer wieder, dass ich mich in den Büchern von J. S. Wonda komplett verlieren kann. Obwohl ich mit Cinder nach einiger Zeit echt ziemliche Schwierigkeiten hatte, war es Smoke der die Sache irgendwie gerettet hat. Sein Charakter ist wahnsinnig gut und tiefgründig ausgearbeitet und weckt die Neugier, die ich von den Büchern der Autorin gewohnt bin. Jedoch nicht nur die Ausarbeitung des Charakters von Cinder wies gewisse Schwächen auf, auch gab es für mich immer wieder Logiklücken die einfach unerklärlich waren. Wie schafft es bitte jemand der noch nie mit Pferden zu tun hatte, geschweige denn auf einem gesessen ist, im vollen Galopp zu flüchten? Als Reiterin kann ich nur sagen: No way! 
Was ich hingegen sehr gut fand waren die ausführlichen Beschreibungen und vor allem der Aufbau der letzten Kapitel. Hier entstand nochmal eine besondere Spannung, die mich dem zweiten Teil neugierig entgegen blicken lässt. 

Zwar kann ich mich aufgrund einer zu naiven Cinder und Logiklücken, den Lobeshymnen zu Smoke nicht so ganz anschließen, doch gerade der unnahbare Cowboy geht einem wirklich unter die Haut. Für mich ist es eine solide und kurzweilige Geschichte, die dennoch Potential nach oben aufweist und ich bin sehr gespannt, ob J. S. Wonda es schafft mich mit dem zweiten Band komplett auf Smokes Seite zu ziehen.  

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