[Rezension] Scherben der Dunkelheit – Gesa Schwartz


Klappentext:

Die sechzehnjährige Anouk verbringt die Ferien in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Kurz nach ihrer Ankunft gastiert der Dark Circus in der Nähe: ein geheimnisvoller Zirkus, der im Dorf für seine düsteren und besonderen Vorstellungen bekannt ist. Auch Anouk gerät schnell in seinen Bann und damit in einen Kosmos, den sie kaum für möglich hielt: Eine magische Welt öffnet sich vor ihr, in der sie den mysteriösen Zauberer Rhasgar kennenlernt. Doch der Dark Circus birgt mehr, als Anouk ahnt. Bald schon schwebt sie in tödlicher Gefahr und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Denn es gibt keine Regeln im Dark Circus bis auf eine: Nichts ist, wie es scheint …

Meine Meinung:

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich von der Verlagsgruppe Random House ein Leseexemplar dieses Buches zugeschickt bekommen habe. Vielen Dank! <3 Das Cover von „Scherben der Dunkelheit“ hat mich als ich es das erste Mal gesehen habe sofort begeistert. Es wirkt düster und geheimnisvoll, aber trotzdem durch die Schrift und Verzierungen sehr edel. Die Farben sind sehr gut gewählt und passen, wie auch das Mädchen auf dem Cover sehr gut zu der Geschichte rund um Anouk, Rhasgar und dem Dark Circus.

(c) cbt

Nach dem Tod ihres kleinen Bruders hat sich die 16-jährige Anouk zurückgezogen. Zwar war sie schon immer eher ruhig, doch nun verliert sie sich lieber in ihren Zeichnungen und Büchern, und kann nicht so recht verstehen wieso ihre Eltern voller Tatendrang sind. Als jedoch der Dark Circus, mit seinen düsteren und geheimnisvollen Vorstellungen in das Dorf ihrer Tante kommt, wird sie in seinen Bann gezogen. Doch hinter den atemberaubenden Illusionen steckt eine große Gefahr, die das Leben von Anouk von einer Sekunde auf die andere vollkommen auf den Kopf stellt.
Die junge Protagonistin Anouk musste in ihrem jungen Leben schon schweres Leid ertragen, der Tod ihres Bruders hat sie schwer gezeichnet und immer wieder reißen die Wunden der Vergangenheit auf, mit denen sie schwer zu kämpfen hat. Leider fiel es mir ziemlich schwer mit ihr warm zu werden, da sie sich für meinen Geschmack nicht wie ein 16-jähriger Teenager verhielt. Sie war in gewissen Situationen viel zu gefasst und ihre Handlungen ließen sie viel reifer wirken, was wohl auch an ihrer Vergangenheit lag.
Rhasgar hingegen konnte mich sehr schnell begeistern. 😀 Mit seiner geheimnisvollen und düsteren Art fühlte sich nicht nur Anouk sofort von dem Zauberer angezogen, sondern auch ich war hin und weg. Auch wenn er anfangs sehr abgebrüht und hart wirkt, offenbart er mit der Zeit sein wahres Gesicht, das keineswegs so schroff ist wie man es zu Beginn erwarten würde.
Nicht nur er sondern auch die anderen Zirkusartisten hatten ihren ganz eigenen Charme, auch wenn dieser bei manchen, wie zum Beispiel dem Zirkusdirektor Masrador, eher düster war.

Der Schreibstil der Autorin, Gesa Schwartz ist wahnsinnig bildgewaltig, detailreich und einfach irgendwie anders. 😉 Zwar verlangt der aufwändige Schreibstil einiges an Konzentration vom Leser, aber Gesa Schwartz erzeugt so eine ganz besondere Atmosphäre, die mich tief in die Fänge des Dark Circus gebracht hat. Der Satzbau ist komplex und einige Male musste ich Passagen öfters lesen, um sie auch richtig zu verstehen.
Die sich im Laufe der Geschichte anbahnende Beziehung zwischen Anouk und Rhasgar fand ich jedoch etwas unpassend und es wirkte irgendwie zu gestellt. Zwar brauche ich in Büchern sonst immer eine Liebesgeschichte, aber hier hätte man das gerne auslassen dürfen. 😉

Alles in allem war „Scherben der Dunkelheit“ ein Buch das zwar aufwändig zu lesen war, dessen fast poetische Art ich aber definitiv genossen habe. 😀 Man muss sich einfach trauen sich darauf einzulassen und sich von den Illusionen des Dark Circus verzaubern zu lassen. Zwar hat das Buch ein paar Schwachstellen, aber ich würde es trotzdem immer wieder lesen. <3

 

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