[Rezension] Constellation: Gegen alle Sterne – Claudia Gray


Klappentext:

Er ist programmiert, sie zu töten. Sie ist bereit, ihn zu vernichten. Bis sie sich näher kommen als gedacht …
Noemi ist bereit zu sterben, um ihren Planeten gegen die Erde zu verteidigen. Als sie in einem verlassenen Raumschiff nach Hilfe für ihre schwer verletzte Freundin sucht, trifft sie auf Abel, die perfekteste künstliche Intelligenz, die je entwickelt wurde. Er ist programmiert, sie zu töten. Gleichzeitig aber muss Abel dem ranghöchsten Menschen an Bord gehorchen. So gelingt es Noemi, ihm das Geheimnis zu entlocken, das ihren Planeten retten kann. Dafür müsste sie Abel zerstören. Doch Abel sieht nicht nur aus wie ein Mensch aus Fleisch und Blut. Je näher sich die beiden auf der lebensgefährlichen Mission kommen, desto klarer wird Noemi: Er fühlt auch wie ein Mensch. Bald steht er längst nicht mehr nur aus programmiertem Gehorsam zu ihr. Aber ist er wirklich frei, alles für sie zu tun?

Meine Meinung:

Allein schon als ich das Cover dieses Buches gesehen habe war ich hin und weg. Es ist einfach wunderschön! <3 Die verschiedenen Rot- und Silbertöne harmonieren perfekt und die kleinen Sterne lassen das Science-Fiction Buch wirklich edel aussehen und passen sehr gut zu der Geschichte. Die abgebildeten Sternenkonstellationen machen das Buch zusätzlich zu einem echten Hingucker, das sich in jedem Bücherregal einfach hervorragend macht. 😉

Die Ressourcen der Erde sind aufgebraucht und die einzige Rettung der Menschen ist es, einen neuen Planeten zu besiedeln. Genesis hätte dafür die perfekten Voraussetzungen, doch seine Bewohner wollen den Planeten vor der Menschheit schützen und tuen alles, um den, von den Menschen auf der Erde entwickelten, Mechs Einhalt zu gebieten. Unter ihnen ist Noemi. Sie würde alles tun, um ihre Heimat zu retten, doch als sie während der Konfrontation mit Kriegsschiffen der Erde auf einem verlassenen Schiff notlanden muss und dort auf einen Mech trifft, ist sie plötzlich dazu gezwungen mit dem Feind an einem Strang zu ziehen.

(c) cbj

»Denn Hoffnung kann wehtun, und trotzdem kann Abel nicht aufhören, aus dem Fenster zu schauen und sich verzweifelt zu wünschen, dass ihn jemand sieht, damit er nicht mehr allein ist.«

Die junge Kriegerin Noemi würde alles für Genesis und ihre Familie tun, auch wenn sie dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen muss. Anfangs hatte ich mit ihr ein paar kleine Schwierigkeiten, da ich mich mit ihrer Gefühlskälte und Distanziertheit nicht wirklich anfreunden konnte. Doch im Laufe der Geschichte konnte ich hinter ihre Fassade blicken. 🙂 Denn sie ist keineswegs so schroff wie sie zu Beginn wirkt und hat durchaus Mitgefühl für andere. Ihre Loyalität ihren Freunden gegenüber gefiel mir sehr gut und so mauserte sie sich trotz ihrer Ecken und Kanten zu einer sehr sympathischen Protagonistin, die mich einige Male sehr überraschen konnte. <3
Abel ist der am höchsten entwickelte Mech, den sein Schöpfer jemals entwickelt hat und trotzdem wurde er auf dem verlassenen Schiff zurückgelassen. Dreißig Jahre musste er alleine auf der Daedalus verbringen und trotz der Einsamkeit, haben sich seine geistigen Fähigkeiten weiter entwickelt, als es für einen Mech normal ist. Abel war mir von der ersten Seite an, trotz seiner anfänglichen Eingebildetheit, sehr sympathisch. Er weiß wie besonders und einzigartig er ist, doch trotzdem fühlt er sich gerade wegen seiner Einzigartigkeit einsam. Der Mech träumt davon Abenteuer zu erleben und so viel wie möglich vom Weltraum zu sehen, doch leider hat sein Schöpfer ganz andere Pläne mit ihm.

Der schnelle Einstieg in das Buch konnte bei mir definitiv punkten, man wurde sofort mitgerissen, und trotz anfänglicher Überforderung mit den ganzen Begriffen und Personen, konnte ich mich schnell in dem Buch verlieren. 😀 Der Schreibstil der Autorin, Claudia Gray, ist leicht und flüssig, sodass man nur so durch die Seiten flog. Sie hat es mit ihren ausführlichen Beschreibungen geschafft, die einzelnen Planeten einzigartig darzustellen und so die Reise durch die Galaxie zu einem Abenteuer zu machen, bei dem man mittendrin ist. Claudia Gray schaffte es den Spannungsbogen durch das gesamte Buch hinweg aufrecht zu erhalten, was mir sehr gut gefiel. Genau so muss es sein! <3
Etwas enttäuscht war ich jedoch vom Ende, da dieses mir zu wenig ausgearbeitet wurde. Hier ging es mir viel zu schnell und das gewünschte Gefühl kam leider nicht auf, was ich sehr schade fand. Meiner Meinung nach wurde es, aufgrund der Kürze und der Emotionslosigkeit, Noemis und Abels Geschichte einfach nicht ganz gerecht.

Mit „Constellation – Gegen alle Sterne“ hat es Claudia Gray geschafft, einen tollen Auftakt der Reihe zu schaffen, deren Fortsetzung ich schon herbeisehne. 😀 Nicht nur das Cover ist ein totaler Hingucker, sondern auch die Geschichte lässt keine Erwartungen unerfüllt. Mit ihrem beängstigendem Zukunftsszenario regt die Story von Abel und Noemi zum Nachdenken an und schafft es so sofort den Leser zu fesseln.
Vielen Dank an die Verlagsgruppe Random House für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars! <3

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