Interview mit Melody aus “Die Wächter-Saga” von Jessica Stephens

Nach langer Zeit durfte ich endlich mal wieder einen Protagonisten interviewen, was mir echt totalen Spaß gemacht hat. Und zwar quatsche ich mit der lieben Melody aus “Die Wächter-Saga” von Jessica Stephens.
Viel Spaß mit dem Interview!


[Es war wirklich schwer eine Genhmigung zu bekommen, um in das Reich der Hüter und Wächter zu gelangen, doch durch mehrere Umwege, bin ich nun endlich hier. Im Trainingslager der jungen Wächter ist es, bis auf vereinzelte Stimmen in der Ferne relativ ruhig und ich mache mich auf, Melody zu suchen. Die Sonnenstrahlen wärmen meine Haut und links von mir erkenne ich die Unterkünfte der Anwärter. Nach kurzer Zeit entdecke ich die junge Frau auf einer großen Wiese, die hinter den Trainingsplätzen liegt und gehe zu ihr.]

Schön dich kennenzulernen Melody, es freut mich sehr, dich hier besuchen zu dürfen und einen kleinen Einblick in dein Leben bekommen zu können!

[Etwas zurückhaltend lächelt Melody mir entgegen und reicht mir ihre Hand.]

M: Hallo! Ja mich wundert es sehr, dass du die Genehmigung bekommen hast, immerhin ist der Rat hierbei ziemlich streng und erlaubt es keinen Menschen hierher zu kommen. Aber ich freue mich natürlich über den Besuch und ich bin schon gespannt auf deine Fragen!

[Wir gehen ein Stück weiter in die, voller bunter Blumen bewachsene Wiese und machen es uns dann im Gras gemütlich.]

Wie bist du eigentlich zum Wächter geworden? Wusstest du schon immer etwas von deiner “Berufung”?

M: Puh, das lief damals alles sehr hektisch ab. Bis zu dem Tag, als dieser misteriöse Brief bei uns ankam, hatte ich keinerlei Ahnung von Wächtern und Hütern. Ich dachte immer ich sei eine ganz normale junge Frau, mit Problemen die jeder so hat. Meine Mutter sagte mir damals nur kurz, dass sie mir nichts erzählen durfte, ich aber wohl das Wächter-Gen besitze und dies eine ganz besondere und ehrenvolle Aufgabe ist.

(c) Jessica Stephens

[Als Mel über ihre Mutter redet, merkt man die Traurigkeit in ihrer Stimme und kurz blickt sie verträumt in die Ferne.]

Was machen Wächter und Hüter eigentlich genau?

[An ihrem Gesicht erkennt man, dass Melody kurz konzentriert über die Frage nachdenkt, bevor sie etwas zurückhaltend antwortet.]

M: Ehrlich gesagt kann ich dir das gar nicht zu hundert Prozent sagen. Wächter sind dazu da, um Menschen, die eine wichtige Rolle spielen zu beschützen und dabei sogar ihr Leben für das ihrer Schützlinge zu opfern. Über das was die Hüter wirklich machen lässt man uns allerdings im Unklaren. Zwar wird behauptet, dass sie alles überwachen, doch ich glaube nicht, dass das alles ist. Da muss mehr dahinter stecken. Seit ich hier bin, habe ich das Gefühl, dass wir nur Marionetten sind, die den Hütern ausgeliefert sind.

[Man merkt das dieses Thema Melody sehr aufwühlt und beschäftigt. Je mehr sie erzählt, desto intensiver steigert sie sich in die Angelegenheit mit den Hütern und lässt durchblicken, dass da hinter verschlossenen Türen, wohl einiges vor sich geht.]

Welche Regeln gibt es bei euch?

M: Es gibt zwar nicht viele Regeln, doch die die es gibt, sollen strikt eingehalten werden. Als Wächter oder Anwärter darauf dürfen wir unsere Familien nicht mehr sehen. Dies geht nur, wenn wir das Dasein als Beschützer aufgeben, dann wird unsere Erinnerung gelöscht und wir sind nur noch dazu da, um das Wächter-Gen in der Menschenwelt weiter zu geben.
Die wohl wichtigste Regel ist: verliebe dich nicht! Denn Liebe macht uns angeblich schwach, was ich für Blödsinn halte. Wie soll so etwas Schönes einen schwach machen? Durch eine Liebesbeziehung mit einem anderen Wächter-Anwärter, kann man sogar verstoßen und in die Menschenwelt zurückgeschickt werden.

Nun zu Ethan. Ich weiß, du sprichst vielleicht nicht so wahnsinnig gerne über ihn, doch magst du mir vielleicht kurz etwas über ihn erzählen?

M: Doch ich spreche gerne über ihn, doch du musst wissen, dass hier überall Ohren sind, die alles gegen einen verwenden.
Anfangs war er einfach fürchterlich. Seine provokante und mürrische Art brachte mich oft zur Weißglut und ich finde es immer noch bemerkenswert, dass ich ihn nicht irgendwann erwürgt habe.

[Kurz lacht Mel auf bevor sie wieder verträut fortfährt.]

M: Doch seine seine widersprüchliche Art, die er immer wieder an den Tag legte und sein verdammt gutes Aussehen machten mich neugierig. Er kann so unwiderstehlich sein wenn er will. In seinen grünen Augen könnte ich mich einfach immer wieder vollkommen verlieren …

Wie würdest du dich selbst denn beschreiben? 

M: Naja das ist gar nicht so einfach, da ich eigentlich nicht so gerne über mich spreche. Ich bin eine relativ ruhige Person, die noch nie leicht Anschluss gefunden hat. Das liegt wohl auch an meinem geringen Selbstvertrauen. Jedoch können meine Freunde alles von mir haben und wenn mir etwas am Herzen liegt, setze ich alles daran um dafür zu kämpfen.

Hast du außer Ethan auch noch andere Bezugspersonen oder Freunde?

[Sie lacht mir strahlend entgegen und ich merke sofort, dass diese Frage ihr große Freude bereitet.]

M: Ja, was mich echt wundert, da ich eigentlich eher ein Einzälgnger bin. Megan und Logan, waren mir gleich am ersten Tag absolut sympathisch und besonders zu Megan hat sich im Laufe der Ausbildung eine intensive Freundschaft aufgebaut. Ich bin wirklich froh, dass ich sie habe, denn bei all den Vorkommnissen, konnte ich gute Freunde wirklich dringend gebrauchen.

Ist es leicht für dich hier zu leben?

M: Hm … anfangs nicht so wirklich. Ich vermisste meine Familie und besonders meinen Bruder Mason. Hier war immerhin alles fremd und wie schon erwähnt, war ich noch nie jemand der sich leicht wo eingefunden hat und neue Kontakte geknüpft hat. Doch im Laufe der Zeit wurde es besser und begann meine neue Familie zu akzeptieren und mich darüber zu freuen, dass ich so tolle Leute in meinem Leben hatte. Wirklich leicht ist es aber immer noch nicht, dafür muss sich hier noch zu viel ändern.

[Hier zeigt sich wieder die Traurigkeit in ihren Zügen, doch es lässt sich auch eine gewisse Zuversicht erkennen, um mit ihrem Dasein als Wächter vollkommen glücklich zu werden.]

Danke für das Beantworten der Fragen liebe Melody! Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und drücke dir die Daumen, dass du es schaffst, im Reich der Wächter und Hüter mal richtig aufzuräumen! 

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