[Rezension] Tallulah und der goldene Kolibri – Andrea Schneeberger


Klappentext:

Seit sie denken kann, fühlt sich die 17-jährige Tallulah von der Nacht angezogen: Wenn es dunkel wird, schlendert sie durch den Park oder besucht die Spätvorstellung im Kino – heimlich natürlich, denn ihr überfürsorglicher Vater würde das niemals erlauben: Vielleicht zurecht, denn eines nachts wird sie auf einem solchen Streifzug überfallen und erst in letzter Sekunde vom geheimnisvollen Zacharias Leopold gerettet, der behauptet, ein Vampyyri zu sein. Trotz seiner kauzigen Art ist er Tallulah sympathisch, doch ein Widersehen ist ausgeschlossen, wie er sagt – schließlich sei sie eine der verfeindeten Yövaeltaja. Tallulah beginnt, dem merkwürdigen Vorfall auf eigene Faust nachzugehen, doch als plötzlich alte Briefe ihrer seit Kindertagen verschollenen Mutter auftauchen, überschlagen sich die Ereignisse: Unheimliche Gestalten huschen durch Vaalea und ein dunkler Schatten legt sich über ihre Heimatstadt. Warum scheinen die Menschen plötzlich alle Hoffnung zu verlieren? Kann Tallulah das Licht zurückholen? Und was hat es mit dem geheimnisvollen, goldenen Kolibri auf sich?

(c) Tempus Logus Verlag

Meine Meinung:
Das Cover dieses Buches habe ich sofort in mein Herz geschlossen, ich finde es einfach wahnsinnig schön und es passt meiner Meinung nach perfekt zu dem Titel des Buches.  Zwar gefallen mir Gesichter auf Covern sonst nicht so gut, aber hier finde ich es harmonisch und irgendwie geheimnisvoll.

Tallulah ist nicht das „typische“ Mädchen, sie treibt sich gerne nachts draußen herum, klettert auf Bäume und ist oft sehr leichtsinnig. Doch gerade dies machte sie mir sehr sympathisch.  Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich zu einer reifen jungen Frau, die alles für ihre Familie tun würde und zu dem steht was sie sagt.
Einer meiner Lieblingscharaktere war definitiv Zacharias, der schlagfertige Vampyyri konnte einerseits total vernünftig und erwachsen sein und im nächsten Moment übernahmen seine Hormone wieder die Führung. Dadurch wirkten die Dialoge zwischen Tallulah oder Igor und ihm sehr erfrischend und jugendlich. 

 

Die Autorin, Andrea Schneeberger, schreibt leicht und jugendlich, wodurch man schnell in die Dreiecksbeziehung der Vampyyri, Yösyöjä und Yövaeltaja eintauchen kann. Jedoch hatte ich oft das Gefühl, dass ich durch das Buch gehetzt bin, weil alles Schlag auf Schlag passiert und es wirkt als ob an einfach alles unterbringen wollte. Etwas gefehlt hat es mir auch an den Beschreibungen der Umgebung, zwar finde ich zu detailreiche Schilderungen eher abschreckend, aber hier war definitiv zu wenig vorhanden und so konnte man sich die Welt auch schlechter vorstellen.

Alles in allem fand ich das Buch recht gut, jedoch mit einigen Schwächen. Für meinen Geschmack war es definitiv zu kurz und hätte noch etwas mehr ausgebaut gehört, da die Idee dahinter sehr interessant ist und ich schon neugierig gewesen wäre etwas mehr zu erfahren.

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