[Rezension] Die Rache der Mondgöttin – Stefanie Kullick

 

Klappentext:

Eine der ältesten Liebesgeschichten der Antike ist eine Lüge.

Vor 3.000 Jahren verliebt sich die Mondgöttin Selene unsterblich in den Hirten Endymion. Statt ewiger Jugend schenkt Zeus dem Menschen ewigen Schlaf. Selene tobt und holt die Sterne vom Himmel, die sie bei ihrer Rache unterstützen sollen.
Konstantin ist die Reinkarnation des Sternzeichens Skorpion. Zusammen mit seinem Begleitstern Antares streift er auf der Suche nach seinen verschollenen oder ausgerissenen Gefährten durch Frankfurt.
Nur wenn alle zwölf Zeichen vereint sind, kann sich Selenes Wunsch erfüllen und Endymion erwachen.
Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und ausgerechnet Arianna, das verhasste Zeichen des Stiers, unterstützt Konstantin und wird gleichzeitig zu seiner größten Versuchung und Gefahr.

Meine Meinung: 

Ich bin einfach ein mega Cover-Opfer und der liebe Drachenmond Verlag kriegt mich da immer wieder rum. Ja und so wären wir dann auch bei Die Rache der Mondgöttin gelandet. Aber nicht nur das Cover machte mich sofort neugierig auch der Inhalt mit den Sternzeichen faszinierte mich sofort. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! 

Das Cover ist einfach ein richtig heißer Feger, der einem sofort ins Auge sticht. Die Farbgestaltung finde ich sehr gut gelungen und greift den Inhalt mit dem Blutmond hervorragend auf. Auch die Sternzeichen, die um die Göttin angeordnet sind, passen gut zum Inhalt. Für mich ist die Gestaltung absolut gut getroffen, wodurch ich das Buch unbedingt auch noch in meinem Regal haben will. 

Der Mond war groß und leuchtete gespenstisch rot. Bisher hatte ihn dieser Anblick hoffnungsvoll gestimmt. Jetzt sah er weg und richtete den Blick zu Boden. Er hatte Angst. Angst, dass er all die Jahrtausende einer Lüge nachgejagt war. Angst, dass er selbst zerstören musste, wofür er so lange gekämpft hatte. Angst davor, schon wieder zu verlieren, was er liebte. 

Vor tausenden Jahren wurde Selene ihre große Liebe genommen. Zu einem endlosen Schlaf verurteilt, wartet Endymion darauf, endlich erweckt zu werden. Um dies zu erreichen benötigt die Göttin jedoch die Hilfe aller Sternzeichen und besonders die von Scorpio. Denn seine Aufgabe ist es, flüchtige Zeichen aufzutreiben und diese zu Selene zu bringen. Für ihn gibt es nichts Wichtigeres. Doch immer öfter kommen ihm Erinnerungen hoch, denen er sich nicht mehr bewusst ist. Gefangen zwischen Pflicht und Selbstbestimmtheit, stellt sich plötzlich sein gesamtes Dasein in Frage und besonders seine Beziehung zu Taurus scheint der Schlüssel zu sein.
Konstantin, die Reinkarnation des Sternzeichens Skorpion, hatte es anfangs etwas schwer bei mir. Mir viel es schwer eine Beziehung zu ihm aufzubauen, da er für mich sehr flach wirkte und für meinen Geschmack zu fixiert auf seine Aufgabe war. Ohne Blick nach Rechts oder Links verfolgte er Selenes Ziele und es machte mich immer zornig, wie hörig er der Göttin war. Nach und nach fiel es mir jedoch immer einfacher mich auf ihn einzulassen und besonders durch seinen Stern Antares, wurde Konstantins wahres Ich immer mehr aufgedeckt. Seine Entwicklung gefiel mir nach einiger Zeit sehr gut und ich war echt froh, als er endlich nicht mehr wie ein Schaf handelte, sondern endlich das Selbstbewusstsein erlangte, welches er haben sollte.
Im Vergleich zu Scorpio, kam ich mit Taurus schnell sehr gut klar. Ihre selbstbewusste Art und ihr stures Verhalten, passen sehr gut mit den Eigenschaften, denen man diesem Sternzeichen zuspricht, überein und waren für mich eine willkommene Abwechslung zu Konstantins sturem Gehorsam. Durch sie – aber auch Antares – beginnt Konstantin umzudenken und Fragen zu stellen die unangenehm sind. Sie bringt Schwung in die Geschichte und lockerte auch verfahrene Situationen immer wieder auf. 

Die Autorin macht es mit ihrer einfachen Schreibweise leicht, einen Einstieg in die Geschichte zu finden und dennoch, legte ich das Buch immer wieder beiseite. Es schaffte es nicht wirklich mich vom Beginn an zu fesseln, da die Handlung eher dahin plätscherte und für mich zu eintönig war. Richtig Fahrt kam erst im letzten Drittel auf, was ich sehr schade gefunden habe. Hier wäre ich gerne intensiver eingetaucht, denn in diesem Abschnitt schaffte es das Buch mich wirklich zu fesseln. Trotz dieser Kritikpunkte gefiel mir die Ausarbeitung der Sternzeichen wirklich sehr gut. Man hat gemerkt, dass sich die Autorin wirklich sehr mit dieser Thematik auseinandergesetzt hat und auch meine Faszination wurde definitiv geweckt. Zusätzlich machten die Dialoge zwischen den Charakteren und besonders im Zusammenspiel mit den Sternen wirklich große Freude. Hier sprüht es nur so vor Humor und Sarkasmus, wodurch es einen bei Laune hielt. 

Die Rache der Mondgöttin beinhaltet für mich eine wirklich tolle und faszinierende Idee, deren Ausarbeitung mich jedoch nicht vollständig begeistern konnte. Viel zu lange plätscherte die Story für mich nur dahin und als dann endlich die große Action einsetzte, war es auch bald vorbei. Dennoch gefielen mir die Sternzeichen mit ihren Eigenschaften und auch die spritzigen Dialoge sehr gut, wodurch sich die Geschichte zu einem netten Buch für zwischendurch entwickelte. 

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